SUPERSOZIAL!?

Vom Armutszeugnis bis zur
Mindestsicherung

Wer ist es wert, unterstützt zu werden?

Eine brandaktuelle Frage, die in den letzten 150 Jahren fortlaufend diskutiert und unterschiedlich beantwortet wurde. Sie steht im Zentrum der Ausstellung.

Erzählt wird vom gesellschaftlichen Umgang mit Lebensrisiken wie Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit. Die Zeitreise beginnt mit der „Arbeiterfrage“ des 19. Jahrhunderts, die den Anstoß zur Errichtung eines staatlichen Versicherungssystems gab. Politische Auseinandersetzungen begleiteten die Entwicklung von Beginn an. Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Arbeitsrecht und Kinderbetreuungsgeld – all das, was das österreichische Sozialsystem heute ausmacht, war und ist im ständigen Wandel. Schließlich ist die Geschichte der sozialen Sicherung auch eine Geschichte der jeweiligen Verhältnisse und der Menschen, die darin leben und gelebt haben.

Grundlage der Schau ist die oberösterreichische Landessonderausstellung „Hilfe“, die für die Präsentation im Museum Arbeitswelt neu in Szene gesetzt wurde. Die Gestaltung holt Vergangenes bewusst in die Gegenwart. Spezielle Features, wie eine rekonstruierte Arbeiter-Wohnbaracke, lassen den Rundgang zum Erlebnis werden.

Alle Infos zum Museumsbesuch.

Kuration
Brigitte Kepplinger
Irene Dyk-Ploss
Gestaltung
Gerhard Abel (Planet Architects)
Grafik
Gerald Lohninger
Themen
Anfänge des staatlichen Versicherungssystems
Armutszeugnis und Armenfürsorge im 19. Jahrhundert
Steyr um 1920
Bedrohung Arbeitslosigkeit
NS-Zeit: Rassistischer Wohlfahrtsstaat
Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz
Österreich 2017: Supersozial?