Das
Museums
gebäude

Ein Ort mit Geschichte

Die beiden denkmalgeschützten Fabrikgebäude am Steyr-Fluss, in denen das Museum untergebracht ist, blieben in ihrer ursprünglichen architektonischen Form erhalten. Sie sind Beispiele gründerzeitlicher Industriearchitektur und gehen auf die Messerfabrik von Ludwig Werndl zurück. 1881 wurde der Gebäudekomplex als Objekt XI in die Österreichische Waffenfabrik eingegliedert. Unter Josef Werndl zählte diese zu den bedeutendsten Rüstungsbetrieben Europas.

Am Standort wurden Verschlussteile und Griffbügel für Gewehre hergestellt. Um 1890 arbeiteten hier rund 300 Arbeiter. Nach 1913/14 wurde nach und nach die Produktion in das neu errichtete Hauptwerk verlagert. Im heutigen Museumsgebäude war fortan die Akkumulatorenfertigung der Steyr-Werke – so die Firmenbezeichnung ab 1926 – untergebracht. Nach 1945 nutzten die Hack-Werke das Objekt zur Herstellung von Essbesteck.

Mit dem Konkurs der Hack-Werke verlor das Gebäude seine industrielle Funktion. Es wurde 1985 vom Museumsverein ersteigert und konnte in der Folge generalsaniert werden. Die beiden Gebäudeteile wurden dabei mit einem Glasdach verbunden. Es entstand jene lichtdurchflutete Mittelhalle, die dem Museum heute sein besonderes Flair verleiht.

Mit der oberösterreichischen Landesausstellung „Arbeit/Mensch/Maschine. Der Weg in die Industriegesellschaft“ wurde 1987 das erste österreichische Arbeitsmuseum errichtet. Inspiriert von der Grabe-wo-du-stehst-Bewegung, sollte es ein Museum anderer Art werden.

Zur weiteren Geschichte des Museums.